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Donnerstag, 3. Februar 2022

Börsen-Interview Handelszeitung 03.02.22


Wie stark beschäftigt die Corona-Krise die Finanzmärkte noch?

Corona selbst ist weniger das Thema als die Inflation als Folge davon. Die Märkte sind mit der anziehenden Geldpolitik des US-Fed beschäftigt. Sie erwarten nun dieses Jahr fünf statt drei Zinserhöhungen. Höhere Zinsen drücken vor allem auf US-Wachstumsaktien und damit auf die besten Performer des letzten Jahres. Zahlreiche Marktteilnehmer sehen einen Wechsel von Growth zu Value Aktien. Für Aufregung sorgt zudem die Ukraine-Krise.

 

Wie wird sich die Schweizer Börse kurzfristig entwickeln?

Die Aktien sind vor zwei Wochen stark gefallen und haben wahrscheinlich nach unten überschossen. Ich denke, dass die Börse von diesem überverkauften Niveau kurzfristig Potential hat.

 

Wo steht der SMI in zwölf Monaten?

Die Aktien des SMI sind auch nach der Korrektur immer noch stolz bewertet, weshalb wir nicht mit zweistelligen Kursgewinnen rechnen können. Zuviel Gutes wurde letztes Jahr vorweggenommen. Es besteht allerdings keine Alternative als in Aktien zu investieren. Ich rechne deshalb mit einer einstelligen Performance und einem Punktestand von etwa 12'700. 

 

Meta (vormals Facebook) ist nach Bekanntgabe der Quartalszahlen um 20% gefallen. Was ist geschehen?

Während die Zahlen des letzten Quartals gut waren, sind die Gewinnaussichten wegen starker Konkurrenz durch Tiktok und Google/YouTube gesunken. Hinzu kommt, dass 80% der iPhone-Nutzer das Tracking durch Apps abschalten. Erst in zwei bis drei Jahren hofft Meta mittels enormer Investitionen mit VR neues Wachstum zu generieren.

 

Mit dem Start der Olympischen Winterspiele ist China im Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit. Sprechen wir statt über Sport über die Märkte: Empfiehlt es sich, auf China zu setzen?

China drosselt seine Wirtschaft wegen seiner Immobilienblase, weshalb sich chinesische Titel schlecht entwickelten. Hinzu kommen die mögliche Dekotierung der chinesischen Techaktien in den USA und der Regulierungsdruck des Techsektors in China. Die schwache Kreditvergabe hat sich zwar etwas verbessert, doch ist es noch zu früh, auf den chinesischen Markt zu setzen.

 

Die Energiepreise sind im Hoch. Wie können Anlegerinnen und Anleger von dieser Entwicklung profitieren?

Ölfirmen können aufgrund des hohen Ölpreises hohe Gewinne verzeichnen. Weiter wurden sie im Trend hin zu sauberer Energie abgestraft. Ihre Bewertungen sind deshalb sehr tief und sie verfügen über stolze Dividendenrenditen. Es spricht daher Vieles für ein Engagement über die kommenden Monate, allerdings fehlt das Potential für eine langfristig solide Performance. Ein Engagement erfolgt direkt in Aktien von BP, Exxon etc. oder über Sektor ETF. 

 

Wie attraktiv sind Schweizer Immobilienfonds und Immobilienaktien derzeit bewertet?

Was für eine Haltung empfehlen Sie zu Gold?

Immobilien sind heute basierend auf dem Zinsniveau fair bewertet. Es ist schwierig bei den heutigen Immobilienpreisen und den tiefen Renditen euphorisch zu sein. Auch bei Gold sehe ich wenig Potential, da der Goldpreis von der Entwicklung der Realzinsen (Nominalzins minus Inflation) abhängt. Der steigende Realzins (zurzeit negativ), könnte daher eher schlecht für den Goldpreis sein. Im Sinne einer Diversifikation sollte jedoch jeder Investor sowohl Immobilien als auch in geringeren Masse Gold halten.

 

Die Kryptowährung Bitcoin ist weiter unter Druck. Folgt nach dem Crash bald wieder ein Höhenflug des neuen Geldmittels?

Seit zwei Jahren korreliert Bitcoin stärker mit dem Aktienmarkt und ist damit von der Börsenstimmung abhängig. Heute bestimmen spekulative Anleger den Kurs, welche dem bekannten Muster der Finanzmärkte «risk on / risk off» folgen. Kurzfristig könnte Bitcoin daher Auftrieb erhalten. Es bleibt spannend die künftige, aber ungewisse Entwicklung zu verfolgen.

 






Freitag, 19. März 2021

Börseninterview 19.03.2021 Handelszeitung

 Börseninterview in der Handelszeitung

Die asiatischen Börsen haben im Vergleich mit europäischen Handelsplätzen letztes Jahr sehr gut abgeschnitten. Können Sie Investitionen in chinesische und andere asiatische Aktien derzeit empfehlen?

Die asiatischen Länder haben davon profitiert, dass sie die Corona-Krise wesentlich besser gemeistert haben als der Westen. Asien wird künftig wegen seinem grossen industriellen Sektor  vom Aufschwung der Weltwirtschaft profitieren. In China sind allerdings die Index-Schwergewichte Tencent, Alibaba und Baidu aufgrund von stärkerer Regulierung und höheren Zinsen in den USA unter Druck. Ich ziehe deshalb globale Industriewerte den chinesischen Aktien vor.

Die Weltwirtschaft kommt wieder in Gang – und im Zuge der Erholung haben sich Rohstoffe wie Öl, Kupfer oder Soja verteuert. Bahnt sich bei Rohstoffen eine Rally an?

Rohstoffe können von einer starken Weltwirtschaft am meisten profitieren. Zudem sind Minengesellschaften und Ölwerte historisch betrachtet sehr günstig. Die fossilen Energiewerte haben jedoch das Problem, dass sie durch die Wende hin zur alternativen Energie langfristig wenig Wachstumspotenzial bieten. Ich bevorzuge deshalb Minengesellschaften, auch weil verschiedene Metalle bei der Erzeugung und Nutzung von alternativen Energien vermehrt benötigt werden.

Die Zinsen von US-Staaspapieren sind seit Jahresbeginn am Steigen. Wie werden sich die Renditen von U.S.Treasury Bonds entwickeln – und was für eine Prognose machen sie zu den Zinsen europäischer Papiere wie Schweizer Bundesobligationen oder deutschen Bundesanleihen?

Die Zinsen der 10-jährigen US-Treasuries sind in den letzen 6 Monaten um 1.5% angestiegen, während sie im Euro und Schweizerfranken mit 0.3% etwas weniger zulegten. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt von der Gefahr einer Überhitzung der US-Wirtschaft ab. Im nächsten Jahr könnte sich dort die Inflation vorübergehend durchaus zwischen 2% bis 3% bewegen. Darüber hinaus sehe ich aber noch keine Gefahr von stark ansteigender Inflation und Zinsen, da reichlich Überkapazitäten und Unterbeschäftigung bestehen.

 Sie äusserten sich in der Vergangenheit skeptisch zu Investitionen in Bitcoin. Haben Sie Ihre Meinung zu der Kryptowährung inzwischen geändert – mit Blick auf die Aufwertung von Bitcoin auf aktuell über 60'000 Dollar?

Es ist unmöglich einen Fair Value für Bitcoin zu berechnen, da er keinen Cash Flow generiert wie z.B. Anlagen in Aktien. Ich bin daher nach wie vor skeptisch eingestellt. Bitcoin kann aber aufgrund von begrenztem Angebot und steigender Nachfrage weiter ansteigen. Es wird auch argumentiert, dass Gold ebenfalls keinen Cash Flow generiere, wobei anzumerken ist, dass Gold seit 6‘000 Jahren Vertrauen geniesst. Eine Allokation von wenigen Prozenten des Vermögens in Bitcoin ist durchaus vertretbar. Problematisch wird es, wenn Kleinsparer mit einem grossen Teil ihres Vermögens mit Bitcoin spekulieren.

Blicken wir auf das allgemeine Geschehen an den Börsen:
Wie stark beschäftigt die Corona-Krise die Finanzmärkte?

Die Finanzmärkte gehen davon aus, dass die Corona-Krise in wenigen Monaten vorüber sein wird. Schwierigkeiten mit der Immunität durch neue Corona-Mutationen könnten aber eine vollständige Öffnung der Wirtschaft verzögern.
Die Märkte sind bereits mit der Frage beschäftigt, wann die Zinsen in den USA aufgrund einer Überhitzung der Wirtschaft erhöht werden müssen. Steigende Zinsen wären schlecht für Obligationen und Wachstumswerte wie Technologie-Aktien. 

Wie wird sich die Schweizer Börse kurzfristig entwickeln?

Die Schweizer Börse dürfte sich insgesamt seitwärts entwickeln, weil die defensiven Indexschwergewichte aus den Sektoren Nahrungsmittel und Pharma in einem Aufschwung unterdurchschnittlich zulegen. Mittel- und kleinkapitalisierte Werte dürften hingegen stärker steigen, da sie konjunktursensitiver sind. 

Wo steht der SMI in zwölf Monaten?

Der SMI wird sich leicht positiv entwickeln: Die defensiven Werte werden den SMI weiterhin bremsen, während die zyklischen Finanz- und Industriewerte wesentlich höher notieren dürften. Da diese aber im Index wenig Gewicht haben, gehe ich davon aus, dass der SMI lediglich auf 11‘700 Punkte ansteigen wird.

Die Weltwirtschaft kommt wieder in Gang – und im Zuge der Erholung haben sich Rohstoffe wie Öl, Kupfer oder Soja verteuert. Bahnt sich bei Rohstoffen eine Rally an?

Rohstoffe können von einer starken Weltwirtschaft am meisten profitieren. Zudem sind Minengesellschaften und Ölwerte historisch betrachtet sehr günstig. Die fossilen Energiewerte haben jedoch das Problem, dass sie durch die Wende hin zur alternativen Energie langfristig wenig Wachstumspotenzial bieten. Ich bevorzuge deshalb Minengesellschaften, auch weil verschiedene Metalle bei der Erzeugung und Nutzung von alternativen Energien vermehrt benötigt werden. 

Sie äusserten sich in der Vergangenheit skeptisch zu Investitionen in Bitcoin. Haben Sie Ihre Meinung zu der Kryptowährung inzwischen geändert – mit Blick auf die Aufwertung von Bitcoin auf aktuell über 60'000 Dollar?

Es ist unmöglich einen Fair Value für Bitcoin zu berechnen, da er keinen Cash Flow generiert wie z.B. Anlagen in Aktien. Ich bin daher nach wie vor skeptisch eingestellt. Bitcoin kann aber aufgrund von begrenztem Angebot und steigender Nachfrage weiter ansteigen. Es wird auch argumentiert, dass Gold ebenfalls keinen Cash Flow generiere, wobei anzumerken ist, dass Gold seit 6‘000 Jahren Vertrauen geniesst. Eine Allokation von wenigen Prozenten des Vermögens in Bitcoin ist durchaus vertretbar. Problematisch wird es, wenn Kleinsparer mit einem grossen Teil ihres Vermögens mit Bitcoin spekulieren. 

Die Zinsen von US-Staaspapieren sind seit Jahresbeginn am Steigen. Wie werden sich die Renditen von U.S.Treasury Bonds entwickeln – und was für eine Prognose machen sie zu den Zinsen europäischer Papiere wie Schweizer Bundesobligationen oder deutschen Bundesanleihen?

Die Zinsen der 10-jährigen US-Treasuries sind in den letzen 6 Monaten um 1.5% angestiegen, während sie im Euro und Schweizerfranken mit 0.3% etwas weniger zulegten. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt von der Gefahr einer Überhitzung der US-Wirtschaft ab. Im nächsten Jahr könnte sich dort die Inflation vorübergehend durchaus zwischen 2% bis 3% bewegen. Darüber hinaus sehe ich aber noch keine Gefahr von stark ansteigender Inflation und Zinsen, da reichlich Überkapazitäten und Unterbeschäftigung bestehen.


Montag, 13. Mai 2019

Interview vom 10.5.19 der Handelszeitung:
Was beschäftigt derzeit die Finanzmärkte?
Philipp Grüebler: Während die Börse im April durch die Hinweise des Fed-Präsidenten Powell auf eine laxere Geldpolitik in die Höhe getrieben wurde, schreckten in den letzten Tagen die Märkte wegen einer möglichen Eskalation des Handelskonfliktes zwischen den USA und Chinaauf. Die Äusserungen der beiden Regierungen lassen auf ernsthafte Differenzen im Patentschutz und im forcierten Technologietransfer schliessen.

Wie wird sich die Schweizer Börse kurzfristig entwickeln?
Die Börse dürfte nach der letzten Rallye in den kommenden Wochen eine Pause einlegen. Die schlechten Aussichten auf eine Beilegung des Handelskonfliktes drücken die Leitbörsen in den USA und damit auch die Schweizer Börse. Allerdings sehen wir eher einem Seitwärtstrend als einer scharfen Korrektur entgegen, da Wachstum und Geldpolitik weiterhin positiv sind.

Wo steht der SMI in zwölf Monaten?
Das globale Wirtschaftswachstum dürfte über die nächsten zwölf Monate positiv überraschen und solide Unternehmensgewinne ermöglichen. Allerdings nehmen die hohen Kursgewinne in diesem Jahr schon viel Positives vorweg. Die Gewinne des SMI werden daher begrenzt sein, jedoch schätze ich einen Indexstand von über 10‘000 Punkten als realistisch ein.


US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle auf chinesische Produkte erhoben. Was bedeutet die überraschende Entwicklung für die globale Konjunktur und die Börsenentwicklung?
Eine weitere Erhöhung der Strafzölle durch die USA, träfe neben chinesischen Firmen auch deren Zulieferer in anderen Schwellenländern. Japan und Europa wären ebenfalls betroffen, da sie Investitionsgüter nach China exportieren. Die USA ist im Vergleich weniger exportorientiert. US-Aktien würden sich daher gegenüber Schwellenländeraktien sowie europäischen und japanischen Zyklikern (Banken und Industrie) besser entwickeln.

Auch im US-europäischen Handelsstreit droht eine Zuspitzung. Mitte Mai wird die US-Regierung entscheiden, ob sie neue Zölle auf EU-Autoimporte erhebt. Rechnen Sie mit einem solchen Schritt? Und wie stark würden diese Strafmassnahmen die europäische Konjunktur belasten?
Ein solcher Schritt ist durchaus möglich. Die Zölle würden massgeblich auf der europäischen und speziell auf der deutschen Konjunktur lasten. Das mässige Wachstum im Euroraum würde zusätzlich gedrückt, wobei ich aber nicht annehme, dass wir damit in eine Rezession rutschen. Dennoch: Die Aussichten für den automobillastigen DAX oder für den Euro Stoxx (vor allem Banken und Industrie) würden sich trüben.

In den USA werden die kommenden Präsidentschaftswahlen bereits zum Thema. Wagen wir einen Blick in die Kristallkugel: Was würde eine zweite Amtszeit von Donald Trumpaus wirtschaftlicher Sicht bedeuten?
Vier weitere Jahre Trump bedeuten, dass die erfolgte Steuersenkung, welche jährlich ein Budgetdefizit von 5 Prozent verursacht, nicht umgestossen wird und die Staatsschulden stark anwachsen werden. Zudem geniessen verschiedene Branchen wie Pharma, fossile Energie und Banken unter Trump eine Vorzugsbehandlung, die bestehen bliebe. Der derzeitig niedrige Konsumenten- und Umweltschutz würde den Unternehmen weiterhin erlauben, die Kosten kurzfristig tief zu halten.

Bei immer mehr Schweizer Unternehmen sind aktivistische Investoren beteiligt. Profitieren die übrigen Aktionäre für gewöhnlich vom Engagement solcher unbequemen Investoren?
Aktivistische Investoren halten die Unternehmensleitung gewöhnlich auf Trab und können daher positiv für die übrigen Aktionäre sein, wenn dadurch der langfristige Erfolg eines Unternehmens verbessert wird. Soll aber nur kurzfristig der Gewinn maximiert werden, kann das Unternehmen langfristig leiden. Die übrigen Aktionäre müssen daher die Ziele, Massnahmen und Möglichkeiten der aktivistischen Investoren in ihren Investitionsentscheiden prüfen.

Sonntag, 12. November 2017

Geopolitik November 2017

Geopolitische Analyse ür Anleger von Marko Papic, BCA Research:
  • USA: Trump-Wähler werden sich enttäuscht nach links wenden und jemanden wie Bernie Sanders wählen, was schlecht für die Anleger sein wird.
  • Europa: Aufbrechen der EU ist keine Gefahr. die rechten Parteien haben dieses Thema aufgegeben und konzentrieren sich auf Beschränkung der Migration.
  • Im nahen Osten nehmen die Risik. Der IS ist geschlagen. Irak und Saudi-Arabien üben sich lediglich in einem lokalen Stellvertreter-Krieg.
  • Im fernen Osten haben die Risiken zu genommen: Nicht wegen Nord-Korea, dessen Regime rational ums Überleben kämpft, sondern wegen der USA, die danach handelslpolitische Massnahmen gegen China ergreifen könnten, was der globalen Wirtschaftsentwicklung abträglich wäre

Freitag, 20. Oktober 2017

Der Nikkei hat sehr viel Nachholbedarf

Interview mit der Handelszeitung vom 20. Oktober 2017:

Was beschäftigt derzeit die Finanzmärkte?

Die Märkte sind mit dem Abbau des Quantitative Easing der Notenbanken beschäftigt. Die Fed hat dazu einen klaren Plan vorgelegt, der jedoch durch einen Führungswechsel beeinflusst werden könnte. In Europa wird das QE-Programm wohl noch länger laufen und etwas später terminiert werden.
Rudolf Bohli von RBR Capital Advisors hat einen Vorschlag zur Aufspaltung  der Credit Suisse in die Medien gebracht. Allgemein wird dem Vorhaben wenig Chancen zugerechnet, da sein Paket zu klein und sein Plan zu unausgereift ist, denn das abgespaltene Investment Banking könnte selbstständig kaum überleben.


Wie wird sich die Schweizer Börse kurzfristig entwickeln?

Die Firmen melden gute Gewinnzahlen für das dritte Quartal. Das dürfte die Schweizer Börse weiter antreiben zumal die Aussichten durch das globale Wachstum weiterhin sehr positiv sind und die Zinsen in den kommenden Monaten auf tiefem Niveau verharren werden.

Wo steht der SMI in zwölf Monaten?

Der SMI wird aufgrund des guten Wirtschaftswachstums in den kommenden Monaten weiter zulegen. Das Tempo wird allerdings etwas gemächlicher als in den vergangenen Wochen sein. Der SMI dürfte sich in zwölf Monaten um 6800 Punkte bewegen.

Streaming erhält immer grösseren Zulauf, das zeigen auch die jüngsten Netflix-Zahlen. Welche Titel sollten sich Anleger jetzt genauer ansehen?

Netflix, einziges Streaming Pureplay und Marktführer, notiert zu Höchstkursen. Die Aktie vom Konkurrenten Amazon ist ähnlich teuer. Interessanter finde ich die chinesischen Internetriesen Alibaba (eCommerce), Baidu (Search Engine) und vor allem Tencent (WeChat & Mobile Gaming), die alle auch im Streaming aktiv sind. Sie sind teilweise innovativer als die westliche Konkurrenz und ihre Bewertungen sind aufgrund höherer Profitabilität tiefer.

Nach dem Nein zur Altersvorsorge 2020 könnte es eine Weile dauern, bis ein neuer Vorschlag auf dem Tisch ist. Wie können Schweizerinnen und Schweizer in der Zwischenzeit selbst vorsorgen?

Die Vorsorgesysteme stehen wegen der steigenden Lebenserwartung und der tiefen Zinsen vor enormen Problemen. Es ist daher für den Vorsorgenden wichtig, möglichst viel zur Seite zu legen und in der Anlagepolitik auf Wachstum zu setzen. Aktien sind damit der wichtigste Teil der Anlagestrategie. Allerdings muss der Anlagehorizont lange genug sein, um mögliche Kursdellen auszusitzen. Also möglichst früh und viel in Qualitätsaktien investieren. Bei anstehendem Liquiditätsbedarf muss jedoch das Risiko angepasst werden, um nicht im Tief verkaufen zu müssen.


Vor zehn Jahren nahm die Finanzkrise ihren Anfang. Welche Lektionen haben noch heute Gültigkeit?

Für eine Finanzblase mit anschliessender Krise braucht es stets einen grenzenlosen Optimismus der zu massiven spekulativen Positionen auf Kredit führt. Fallen die Kurse, wollen alle Marktteilnehmer ihre Verluste begrenzen und verkaufen zur gleichen Zeit, worauf die Kurse ins Bodenlose stürzen. Es ist deshalb wichtig, dass die Marktteilnehmer nur begrenzt mit Hebel agieren. Konkret müssen beispielsweise Banken oder Hypothekarschuldner mit genügend Eigenkapital arbeiten, um ein Unglück zu vermeiden.

Der Nikkei-Index hangelt sich von Rekord zu Rekord. Wo sehen Sie das vorläufige Ende dieses Hochs?


Der Nikkei hat sehr viel Nachholbedarf, da er in den vergangenen Jahren hinter andere Börsen deutlich zurückgeblieben ist. Das Kursgewinnverhältnis japanischer Firmen ist im internationalen Vergleich immer noch tief. Japanische Firmen werden zusätzlich von der globalen Konjunktur profitieren und steigende Gewinne erzielen. Der Nikkei hat deshalb noch Potential, weshalb die Rallye in Japan fortfahren wird.

Samstag, 24. Juni 2017

Anlageperspektiven 3. Quartal 2017

Turbulente Politik 
Politische Börsen haben kurze Beine: In Zeiten von Donald Trumps Präsidentschaft und anderen Polit-Experimenten erhält dieses Bonmot Aktualität, denn obwohl in den Medien viel geschrieben wird, sorgen Schlagzeilen lediglich kurzfristig für Unruhe, haben aber langfristig keine Auswirkungen: So entwickelten sich die Aktienbörsen in den vergangenen 12 Monaten positiv obwohl die Politik mit dem Brexit und der Wahl Trumps sehr turbulent war. Die für die US-Börse interessante Steuerreform und die Lancierung eines Infrastrukturprogramms kommen zur- zeit nicht voran. Es scheint, dass Donald Trump im zweiten Quartal in der Realität des Washingtoner Politikbetriebs angekommen ist.

In Europa stehen in verschiedenen Ländern Parlamentswahlen an. Für die im September abgehaltenen Bundestagswahlen in Deutschland dürfte es keine Überraschungen geben. Im Gegensatz dazu stehen die Zeichen für die Wahlen in Italien im Jahr 2018 auf Veränderung. Ein grosser Teil der Italiener steht der EU und dem Euro skeptisch gegenüber. Mit Spannung dürfen die Wahlen und dessen Auswirkung auf die Währungsunion erwartet werden, denn im Gegensatz zu Griechenland oder Portugal gehört Italien zu den gewichtigen Kernländern der EU. Ein Ausscheiden Italiens aus dem Euro hätte schwerwiegende und nicht absehbare Folgen für die Gemeinschaftswährung.

Die Italiener mögen den Euro nicht
Italien ist das einzige Kernland des Euroraums, deren Bevölkerung den Euro ablehnt. Tatsächlich kann Italien nicht wie früher die Lira abwerten um an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Allerdings könnte das Land Probleme wie überbordende Bürokratie und notleidende Bankkredite selbständig angehen.
Europäische Kommission


Global robustes Wirtschaftswachstum 
Historische Daten zeigen, dass die Wirtschaft für die Finanzmärkte viel wichtiger ist als die Politik. Das momentan moderate Wachstum und die tiefe Inflation bieten ein sehr günstiges Klima für die Finanzmärkte. Die globale Wirtschaft entwickelte sich in den vergangenen Monaten gut und auch die richtungsweisenden Frühindikatoren sind weiterhin positiv. Insbesondere die USA befinden sich seit längerer Zeit in einem Aufschwung und benötigen somit den Fiskalstimulus von Präsident Trump nicht. Dieser könnte sogar mittelfristig zu einem Überhitzen der Wirtschaft mit ansteigender Inflation und Zinsen führen. Die US-Wirtschaft wird somit nicht wesentlich durch den schleppenden Gang seiner legislativen Bemühungen tangiert.

US-Wirtschaft im Wachstum
Die US-Wirtschaft ist seit einem Jahr auf Wachstumskurs während in Europa die Konjunktur erst anläuft. Das Wachstum ist global noch nicht so ausgeprägt, dass es eine Inflation hervorrufen würde.
BCA Research
Auch in Europa gewinnt die Wirtschaft etwas verzögert an Fahrt: Tiefere Arbeitslosenzahlen, höheres Wirtschaftswachstum und steigende Gewinnmargen der Unternehmen sind die Folge. Einzig in Italien will die Konjunktur nicht richtig anspringen. Möglicherweise hängt dies mit dem grossen Umfang fauler Kredite der italienischen Banken zusammen. Die Banken sind so angespannt, dass sie kaum mehr Kredite vergeben können.

Ein weiterer globaler Risikofaktor ist die hohe Verschuldung chinesischer Unternehmen, welche wie ein Damoklesschwert über deren Finanzinstitutionen hängt. Obwohl die Verschuldung angegangen werden muss, würde die chinesische Wirtschaft in eine Rezession abgleiten, falls die Regierung zu hastig rigorose Massnahmen bei der Bekämpfung der Überschuldung anordnet. Denn wenn Finanzinstitute plötzlich viele Problemkredite ausweisen müssen, sinkt ihr Eigenkapital stark und damit ihre Fähigkeit Kredite zu gewähren. Insgesamt müssen wir jedoch damit rechnen, dass der Wirtschaftsmotor China inskünftig die globale Konjunktur aufgrund schwachen Kreditwachstums nicht mehr so stark anschieben kann.

Ist China in einer Schuldenfalle?
Rasches Wachstum von Chinas Unternehmensschulden und sich verlangsamendes Wachstum rufen schlechte Erfahrungen in Japan, Thailand und Spanien in Erinnerung. Chinas Regierung muss nun die Schuldenkrise lösen, ohne eine grosse Arbeitslosenquote zu verursachen.
IWF
Zinsen steigen langsam an
Das robuste Wirtschaftswachstum hat eine Kehrseite: Es lässt früher oder später die Inflationserwartungen ansteigen. Die US-Notenbank erhöhte deshalb Mitte Juni die Leitzinsen um 0,25%. Zudem legte sie einen Plan vor, die durch das Quantitative Easing (Anleihenkaufprogramm) aufgeblähte Bilanz des Fed zu reduzieren. Diese Massnahmen wurden an den Märkten lange erwartet und mehrheitlich gut aufgenommen. Das Fed wird ihre ultraexpansive Geldpolitik zurückfahren, doch wird sie dies langsam und vorsichtig umsetzen. Sie will keinesfalls das Wirtschaftswachstum abwürgen oder Störungen am Markt verursachen.

Babyschritte
Das Fed hat in den letzten Monaten begonnen die Leitzinsen zu erhöhen. Weitere Schritte werden folgen. Dabei geht es sehr vorsichtig vor, um das Wirtschaftswachstum nicht abzuklemmen.
Fed





Die Europäische Zentralbank ist hingegen noch weit davon entfernt ihre geldpolitischen Zügel anzuziehen. Präsident Mario Draghi bestätigte, dass die Deflationsgefahr gebannt sei, doch betont er stets, das Quantitative Easing auszuweiten, sollte dies nötig sein. Dank der EZB konnte Italien trotz steigender Verschuldung und abnehmender Kreditqualität Schuldzinsen einsparen. Die EZB wird folglich sehr behutsam vorgehen: Einerseits will sie durch ein gemächliches Umschwenken der Geldpolitik verhindern, dass Turbulenzen entstehen und Zinsen stark ansteigen. Andererseits will sie die südlichen Peripherieländer unterstützen und so ein Auseinanderbrechen der EU verhindern. Höhere Zinsen sind deshalb erst in einigen Jahren zu erwarten. Da die Schweizerische Nationalbank stark von der EZB beeinflusst wird, ist nicht zu erwarten, dass die Zinsen im Schweizerfranken kurzfristig steigen werden. Sie wird sich weiterhin im Fahrwasser der EZB bewegen. Japan ist von einer Normalisierung ihrer Geldpolitik noch weiter entfernt und kauft weiterhin aggressiv japanische
Staatsanleihen auf. 40% dieser Obligationen sind nun im Besitz der Bank of Japan. Wir berücksichtigen daher im Schweizerfranken und Euro nur kurz- und mittelfristige Anleihen. Die Laufzeiten bei USD-Obligationen sollten hingegen so kurz wie möglich gewählt werden. Bei der Wahl der Schuldner sollten aufgrund des guten Wirtschaftswachstums und des höheren Zinses Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen den Vorzug gegeben werden.

Aktien profitieren auf hohem Niveau
In Nordamerika, Europa und Japan profitieren die Unternehmen von einem ausgesprochen guten Umfeld: Einerseits beschert das Wirtschaftswachstum den Unternehmen steigende Umsätze und andererseits sind die Arbeitsmärkte noch nicht so angespannt, dass die Löhne ansteigen. Wir dürfen daher weiterhin ein gesundes Wachstum der Gewinne erwarten.
Gewinnentwicklung globaler Aktien
Weiteres Umsatzwachstum dürfte den Aktien steigende Gewinne bescheren.
Allerdings dämpfen die in den vergangenen Monaten angestiegenen Aktienkurse unsere Erwartung an zukünftige Kursgewinne. Wir sehen daher von einer übermässigen Gewichtung von Aktien ab. Den Aussichten für Aktien in Schwellenländern stehen wir insbesondere in China skeptisch gegenüber: Zum einen leidet China an einer Überschuldung der Unternehmen, zum anderen hat die Globalisierung, von der China viel profitiert, ihren Zenit überschritten. Protektionismus ist in der westlichen Gesellschaft populär geworden, obwohl Arbeitsplätze dem technischen Fortschritt und nicht durch Billigkonkurrenz im Ausland zum Opfer fallen. Zusätzlich könnte  ein starker US-Dollar der in Dollar verschuldeten Schwellenländer-Unternehmen Probleme bereiten.

Gold als Krisenschutz
Das Edelmetall profitiert von politischen Unsicherheiten, die jederzeit aufflammen können und dient als Schutz vor künftigen Finanzkrisen. Die Finanzmärkte wurden in den vergangen Jahren durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken geflutet, sodass neben rekordtiefen Zinsen, hohen Aktienkursen, teuren Immobilien selbst Kunst und Antiquitäten unter Preisexzessen leiden. Stark angestiegene Preisnotierungen beinhalten oft die Gefahr von markanten Kurseinbussen. Im Gegensatz dazu ist der Goldpreis in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Die tiefen Zinsen lassen zudem Gold als attraktives Investment erscheinen, da mit sicheren Obligationen kein Geld zu verdienen ist.

Währungen
In den vergangen Monaten konnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar beträchtlich erholen. Wir führen dies auf die vorderhand gesunkenen politischen Risiken in Europa zurück. Die kommenden Monate dürften hingegen von einer Gegenbewegung geprägt sein. Da die Zinsen in den USA ansteigen werden, während die Zinsen der EU auf tiefem Niveau verharren, wird der US-Dollar aufgrund dieser Zinsdifferenz an Attraktivität gewinnen.
Zinsunterschied zwischen Dollar und Euro
Der sich ausweitende Unterschied zwischen den Zinsen in den USA und in Europa ist eine starke Stütze für den Dollar.
ThomsonReuters
Der Dollar wird daher zur Stärke tendieren, jedoch wird diese Bewegung limitiert sein, denn es gilt zu beachten, dass der Dollar gegenüber dem Euro gemessen an seiner Kaufkraft teuer ist: In den USA kann mit dem selben Dollarbetrag weniger eingekauft werden als mit dem in Euro gewechselten Betrag in Deutschland.

Gemessen an der Kaufkraft ist der Euro billig
Der Euro kann nur begrenzt abwerten, da er heute gemessen an der Kaufkraft
günstig ist. Europäische Exporte würden dadurch noch stärker anschwellen.
SG Cross Asset Research/Forex
Der Euro kann nur begrenzt abwerten, da er heute gemessen an der Kaufkraft günstig ist. Europäische Exporte würden dadurch noch stärker anschwellen. Die Probleme des Euro und schwaches Wachstum in Europa gekoppelt mit der ultraexpansiven Geldpolitik der EZB führen somit zu Spannungen und Schwankungen im EUR/USDWechselkurs.
Der Schweizerfranken mit seiner impliziten Anbindung an den Euro, dürfte sich gegenüber dem Dollar auch etwas abschwächen und gegenüber dem Euro stabil bleiben. Hierzu könnte die SNB wieder zu Interventionen am Devisenmarkt gezwungen sein. Zu beachten gilt, dass bei übermässigen
Problemen im Euroraum wie beispielsweise ein drohendes Auseinanderbrechen des Euro, die SNB den Aufwertungskräften des Marktes nicht wiederstehen könnte. Wir würden wie im Januar 2015 ein Emporschnellen des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro sehen. Das grösste Risiko für den Euro stellt wie angedeutet die Politik in Italien dar. Nur schon die Ungewissheit, dass europakritische Politiker eine gute Wahlchance haben, dürfte den Euro schwächen. Die EZB wird aber nichts unversucht lassen, um die Politik in Italien in ihrem Sinne günstig zu beeinflussen. Mario Draghis Worte «Whatever it takes» haben nach wie vor Gültigkeit.

Anlagepolitik
Das wichtigste Element unserer Anlagepolitik bleiben Aktien solider, gewinnschreibender Unternehmen. Wir halten bekannte Einzeltitel und vermehrt Exchange Traded Funds (ETF), um kostengünstig und effizient langfristige Kapitalgewinne und Dividendenerlöse zu erwirtschaften. Das solide Wirtschaftswachstum untermauert durch steigende Unternehmensgewinne die Attraktivität der Aktien. Wegen den beträchtlichen Kursrisiken gewichten wir Aktien aber neutral. Zudem ist für das Engagement in Beteiligungspapiere wichtig, über einen gebührenden Anlagehorizont zu verfügen, um mögliche Kursdellen aussitzen zu können. Obwohl festverzinsliche Anlagen wie Anleihen und Kontoguthaben eine geringe bis gar keine Rendite abwerfen, haben diese Anlagen eine wichtige Funktion: Sie sind die einzigen Instrumente, die mit grösstmöglicher Sicherheit das Kapital nominell zu schützen vermögen. Infolge der unattraktiven Renditen der Obligationen gewichten wir diese Papiere etwas schwächer. Wichtig ist hierbei, nicht in langlaufenden Anleihen einen kleinen Renditegewinn zu suchen, da bei steigenden Zinsen beträchtliche Verluste entstehen. Die gute Konjunktur unterstützt aber die Finanzkraft von Unternehmen und ist positiv für deren Bonität. Anleihen von Unternehmen sind deshalb wichtige Elemente in unseren Portefeuilles. Angesichts der unattraktiven Zinsen und erhöhten Zinsrisiken macht auch das Halten von Kontoguthaben Sinn. Gold als Krisenschutz ist in jedem unserer Portefeuilles enthalten. Jedoch limitieren wir diese Position, da sie langfristig keine Erträge erwirtschaftet.

http://www.gruebler.com/pdf/anlageperspektiven.pdf

Montag, 31. März 2014

Der Gebildete widerspricht den anderen, der wahre Weise sich selbst. (Oscar Wilde)

Die heutige Präsentation von Arthur Budhaghyan, Chief Emerging Market Strategist von BCA Research, war insgesamt sehr negativ auf Schwellenländer. Er widerspricht damit anderen Analytikern aus dem Hause BCA:
  • China leidet an Überinvestitionen (Immobilien und Schwerindustrie), weshalb dessen Profitabilität seit mehreren Jahren sinkt. Zudem wird die chinesische Regierung in der Zukunft im Sinne von Marktreformen Firmen auch vermehrt bankrott gehen lassen. Wahrscheinlich wird die Regierung mittels Geld- und Fiskalpolitik die Wirtschaft stützen, sollte die Wirtschaft in diesem Bereinigungsprozess nicht mehr genügend wachsen. Doch ist das Risiko, dass dieser Stimulus zu spät kommen wird, sehr hoch. Dies könnte Ländern, welche nach China exportieren, schaden (China importiert Rohstoffe, Kapitalgüter und Luxusartikel). Die Exporteure von Kapitalgütern sind vor allem Japan, Korea und Deutschland. 
  • Russland: Der Fall der russischen Aktien hat die geopolitischen Risiken übereskomptiert. Chinas Wachstumsverlangsamung wird sich jedoch negativ auf die Energiepreise auswirken, was dem massiven russischen Energiesektor mittelfristig schaden wird.
  • Brasilien wird in eine Rezession abtauchen, da die Bevölkerung überschuldet ist und die Banken zu viele notleidende Kredite in ihren Büchern halten. 
  • Indien leidet im Gegensatz zu China an einer Unterinvestition, da die Bevölkerung zu wenig spart. Es befindet sich bereits in einer Nullwachstumsphase. Nur die Aussichten des nach den USA exportierenden IT Sektors sieht Arthur positiv. 
Bewertung: Die Bewertungen (P/E, P/B etc.) von Schwellenländeraktien sind nur wegen der schweren Marktkapitalisierung von schlecht geleiteten Staatsunternehmen (chinesische Banken, Gazprom, Petrobras etc.) tief. Diese Unternehmen sind nicht ohne Grund tief bewertet.

Daniel Loebs Engagement in Disney / Performance in der NZZ

Im Artikel über Daniel Loeb ( https://www.nzz.ch/wirtschaft/daniel-loeb-ein-aktivist-heizt-den-streaming-krieg-an-ld.1698184 ) wird das Enga...