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Mittwoch, 29. Juni 2011

Aktien sind tief bewertet

Investoren, welche auf Liquidität oder vielen Obligationen sitzen, sollten sich überlegen ihr Aktiengewicht etwas zu erhöhen.

  • Seit 9 Monaten waren wir besorgt über Inflation in China. Ich riet im Herbst 2010 chinesische Aktien zu veräussern als Sie mittelfristig eine Spitze bildeten. Gemäss  BCA analyst Yan Wang, zeigte sich, dass die Inflation hauptsächlich durch Preissteigerungen in Nahrungsmittel getrieben wurde, welche kurzfristig durch wetterbedingte Angebotsverknappung verursacht wurde. D.h. dass die chinesische Regierung bald nicht mehr die Wirtschaft mit Inflationsbekämpung einschnüren muss. Zudem sind chinesische Aktien seit 2 Jahren an Ort und Stelle getreten. Die untenstehende Grafik zeigt den Shanghai SE A Share Index.
Quelle: ThomsonReuters
Zudem bedenke man (Frau auch), dass die chinesische Wirtschaft im Gegensatz zu den Schuldenwirtschaften der Entwickelten Länder (USA, Europa und Japan) strukturell gesund da steht.

  • Der Versicherungskonzern Zürich Financial ist nach den Preiseinbrüchen der letzten Wochen äusserst attraktiv bewertet: Price to Book von 1.3x und eine Dividendenrendite von 8.3%. Der Schweizer Benchmark Bond mit 10 Jahren Laufzeit rentiert 1.7%.  Zürich ist mit einem RSI von 26 massiv überverkauft. 
Quelle: ThomsonReuters
Selbst wenn die Aktien in den nächsten Wochen nochmals korrigieren sollten - was ich bezweifle - würde dies nochmals eine attraktive Kaufgelegenheit bieten.

Donnerstag, 11. November 2010

Chinesisiche Immobilien und die Hochrisiko Avancen der Schwellenländer

BCA’s Arthur Budaghyan machte gestern in einer Präsentation über den chinesischen Immobilienmarkt und dessen Einfluss auf Schwellenländer-Aktien folgende Kernaussagen:



Die Erholung der letzten 2 Jahre wurde getragen durch chinesische Wirtschaftsstimulierung des Immobilienmarktes.  Immobilien stiegen darauf nochmals um 45% obwohl die Immobilienhausse schon 12 andauert. Die chinesische Regierung scheint nun besorgt zu sein und versucht, durch erhöhte Zinsen eine Überhitzung zu verhindern. Ende 2007 erhöhte die chinesische Regierung die Zinsen aus dem selben Grund mit dem Resultat, dass Rohstoffe (korrelieren stark mit Schwellenländer) und Schwellenländer-Aktien 6 Monate später (übliche Zeitverzögerung der Geldpolitik) massiv einbrachen (Juni 2008).

Arthur glaubt, QE2 werde nur ein kurzfristige Hausse von 3 Monaten bewirken und danach die Märkte zusammenbrechen lassen.

Ein anderer Indikator ist die erhöhte IPO Tätigket der Rohstoffhändler wie Glencore (man erinnere sich an den IPO von Goldman Sachs 1999 oder Blackstone 2007).

Weiter zeigt nebenstehende Grafik deutlich wie stark das Handelsvolumen wegen grosser Kapitalzuflüssen und undifferenzierten Käufen explodiert.

Zusätzlich avancierten Rohstoffe zwar in USD aber nicht in CHF oder JPY (defensive Währungen). Ein Zeichen der Schwäche des USD und die Nicht-Bestätigung einer starken Schwellenländer-Steigerung.

Die zu bevorzugende Anlagekategorie ist deshalb Liquidität. Arthur glaubt auch nicht, dass die Mittel des QE2 in die Realwirtschaft fliessen werden, was konsistent mit einem eher deflationären Szenario ist und einen stabilen Dollar bedeutet.


Daniel Loebs Engagement in Disney / Performance in der NZZ

Im Artikel über Daniel Loeb ( https://www.nzz.ch/wirtschaft/daniel-loeb-ein-aktivist-heizt-den-streaming-krieg-an-ld.1698184 ) wird das Enga...