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Freitag, 10. Februar 2012

Eurokrise: Angela's Geheimplan

 
In der heutigen FT ist eine interessante Analyse von Quentin Peel über Kanzlerin Markels Strategie, die Eurokrise zu überwinden (S. 7 der Druckausgabe). Angela habe folgenden Plan seit Juli 2011 entwickelt:
  • Die Mitgliedstaaten müssen einige Kompetenzen Schritt für Schritt nach Brüssel abgeben.
  • Verbindliche Budgetrichtlinien: Höchstgrenzen für Schulden und Budget, Priorisierung von Ausgaben für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, Koordination der Steuern, möglicherweise gemeinsam garantierte Eurobonds.
  • Direkte Wahl des Kommissionspräsidenten, um den Graben zwischen nationaler Politik und Europaparlament zu überwinden.
  • Da sie sowohl auf innerdeutschen Widerstand als auch auf Widerstand bei den übrigen Mitgliedern stossen wird, wird sie behutsam ihren Plan umsetzen und nur so viel wie nötig davon jeweils preisgeben.
Ob das funkioniert?

Donnerstag, 1. Dezember 2011

EZB hält Schlüssel zur Lösung der Schuldenkrise


In der heutigen NZZ spricht sich der Ökonom Barry Eichenberg für ein bestimmtes Eingreifen der EZB aus. Sie soll Staatsanleihen kaufen und so eine maximale Rendite garantieren:
  •  Der inflationäre Druck ist inexistent, da Schuldenkrisen deflationär wirken. Es sei müssig sich über die erhöhte Geldmenge zu sorgen.
  • Die Diskussion um die Unabhängigkeit der EZB ist Haarspalterei. Die EZB wird mit dem Euro untergehen, sollte sie noch länger nicht handeln.
  • Vergesst den EFSF! Er ist viel zu klein und niemand wird im Geld zum Hebeln leihen.Südeuropäische Länder müssen die Ursache ihrer Probleme anpacken: Das Budget in Ordngung bringen und langfristig Wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik betreiben.
BCA hielt heute einen Webcast in welchem Peter Berenzin auf der selben Linie argumentierte. Zudem warf er ein, dass deutsche Banken ein heftiges Solvenzproblem haben, sollten Schulden an spanische und italienische Schuldner in abgewertete  Peseten und Lire konvertiert werden.

Montag, 23. Mai 2011

Fergusson über die europäische Schuldenkrise

Niall Fergusson wurde auf Bloomberg TV über die Schuldenkrise befragt. Kurz, Fergusson sieht aufgrund des fehlenden politischen Willens eine massive Krise nahen: Die PIIGS-Bevölkerung ist nicht mehr bereit einschneidende Austeritätsprogramme zu erdulden, wohingegen nordeuropäische Politiker es offensichtlich nicht eilig haben schnell und bestimmt zu handeln. Die griechische Wirtschaft ist klein, aber sie hat das Potential andere Volkswirtschaften wie Spanien und Italien in den Sumpf hineinzuziehen (Vertrauenskrise bei Investoren). Die Krise wird daher tiefer nur weil Politiker den Problemen hinterher hinken.



Die griechischen Schulden müssen schnellst möglich (bevor dem griechischen Staat das Geld ausgeht) restrukturiert werden. Ein Ausscheiden aus der EWU dürfte hingegen der schlimmste aller möglichen Wege sein.

Daniel Loebs Engagement in Disney / Performance in der NZZ

Im Artikel über Daniel Loeb ( https://www.nzz.ch/wirtschaft/daniel-loeb-ein-aktivist-heizt-den-streaming-krieg-an-ld.1698184 ) wird das Enga...