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Sonntag, 24. März 2013

Vergesst Zypern: Das wirkliche Problem ist tiefe Wettbewerbsfähigkeit und hohe Arbeitslosigkeit


Die Medien sind voll von der Krise Zyperns. Das wirkliche Problem ist jedoch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit Südeuropas. Der untenstehende Chart der FT zeigt die Lohnstückkosten von Deutschland gegenüber Europa
Die Mittelmeerländer werteten ihre Währungen immer wieder ab, um die Lohnkosten zu senken. Aber nach dem Beitritt zum Euroraum, steht ihnen diese Option nicht mehr offen. Das Resultat sind steigende Lohnkosten, tiefe Wettbewerbsfähigkeit und höhere Arbeitslosigkeit (siehe untenstehende Grafik):
Angesichts dessen, glaube ich nicht, dass ein Ende so rasch absehbar sein wird.

Freitag, 18. Mai 2012

Zwei Schreckensszenarien für den Sommer

Die Finanzmärkte werden seit 4 Jahren durch "risk on / off" Argumente getrieben. Fundamentale Faktoren haben in diesem Umfeld keine Bedeutung. Letzten Sommer brachen die Aktienmärkte aufgrund des Wiederaufflackern der Eurokrise ein. Sie wurden danach durch massive Liquiditätsspritzen der EZB (2x € 500 Bio.) im Herbst / Winter gestützt. Diesen Sommer haben wir zwei Infektionsherde:
  1. Im Moment ist alles in Panik aufgrund der instabilen politischen Situation in Griechenland und der Ansteckung weiterer Südeuropäischer Länder.
  2. Ein zusätzliche Unbekannte sind die Israelischen Angriffspläne mit Bezug auf den Iran. Reuters hat heute einen interessanten Artikel publiziert. Der Artikel beschreibt Bibi als einen, der die Möglichkeit nutzen möchte, den Iran anzugreifen. Zudem verfalle die Möglichkeit eines Angriffs in Kürze. Dazu hätten Politikexperten Mühe, die Signale der israelischen Regierung zu deuten.
Seit März befinden wir uns in einer Situation grosser Unsicherheit. Und Märkte hassen Unsicherheit. Sollten sich aber die beiden Horrorszenarien als unzutreffend erweisen, würden insbesondere Aktienmärkte wieder steil ansteigen. Sollte aber nur eines der beiden Szenarien eintreffen, dürften die Märkte zum Sturzflug ansetzen. In der Zwischenzeit müssen wir uns mit volatilen und schwachen Märkten abfinden.

Mittwoch, 7. September 2011

UBS über ein Aufbrechen des Euros

Untenstehend habe ich einen Research Report von der UBS über ein Aufbrechen des Euros beigefügt. Die Kernpunkte:
  1. Unter der heutigen Struktur und Mitgliedschaft kann der Euro nicht funktionieren. Entwoder wird die Mitgliedschaft verändert oder die Struktur. 
  2. Die UBS geht davon aus, dass der Euro mit grösster Wahrscheinlichkeit in Richtung einer Fiskalunion geht. Die Kosten des Aufbrechens wären zu hoch und die Eintretenswahrscheinlichkeit ist minim. Länder können nicht ausgeschlossen werden, Länder könnten selbstständig austreten. Die laufende, volksnahe Diskussion des Aufbrechens unterschätzt die Folgekosten.
  3. Die Kosten des Austritts aus dem Euro würden dessen Staatsbankrott, Unternehmenskonkurse, Zusammenbruch des Bankensystems und Zusammenbruch des internationalen Handels bedeuten.
  4. Die einzige Absicherung gegen einen Euro-Zusammenbruch ist die völlige Meidung von Anlagen in Euro (Guthaben, Cash, Obligationen, Aktien etc.)

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Zitate von Persönlichkeiten über den Euro


Normalerweise hört man bloss das Mantra des stabilen Euros von offiziellen Führungspersönlichkeiten. Ein äusserst negativer Blogger (theeconomiccollapseblog.com) hat ein Sammlung von Zitaten aufs Netz gestellt, die das Gegenteil bezeugen:

#1 Polish finance minister Jacek Rostowski: "European elites, including German elites, must decide if they want the euro to survive - even at a high price - or not. If not, we should prepare for a controlled dismantling of the currency zone."
#2 Stephane Deo, Paul Donovan, and Larry Hatheway of Swiss banking giant UBS: "Under the current structure and with the current membership, the euro does not work. Either the current structure will have to change, or the current membership will have to change."
#3 EU President Herman Van Rompuy: "The euro has never had the infrastructure that it requires."
#4 German President Christian Wulff: "I regard the huge buy-up of bonds of individual states by the ECB as legally and politically questionable. Article 123 of the Treaty on the EU’s workings prohibits the ECB from directly purchasing debt instruments, in order to safeguard the central bank’s independence"
#5 Deutsche Bank CEO Josef Ackerman: "It is an open secret that numerous European banks would not survive having to revalue sovereign debt held on the banking book at market levels."
#6 ECB President Jean-Claude Trichet: "We are experiencing very demanding times"
#7 International Monetary Fund Managing Director Christine Lagarde: "Developments this summer have indicated we are in a dangerous new phase"
#8 Prince Hermann Otto zu Solms-Hohensolms-Lich, the Bundestag's Deputy President: "We must consider whether it would not be better for the currency union and for Greece itself to go for debt restructuring and an exit from the euro"
#9 Alastair Newton, a strategist for Nomura Securities in London: "We believe that we are just about to enter a critical period for the eurozone and that the threat of some sort of break-up between now and year-end is greater than it has been at any time since the start of the crisis"
#10 Former German Chancellor Gerhard Schroeder: "The current crisis makes it relentlessly clear that we cannot have a common currency zone without a common fiscal, economic and social policy"
#11 Bank of England Governor Mervyn King: "Dealing with a banking crisis was difficult enough, but at least there were public-sector balance sheets on to which the problems could be moved. Once you move into sovereign debt, there is no answer; there's no backstop."
#12 George Soros: "We are on the verge of an economic collapse which starts, let's say, in Greece. The financial system remains extremely vulnerable."
#13 German Chancellor Angela Merkel: "The current crisis facing the euro is the biggest test Europe has faced for decades, even since the Treaty of Rome was signed in 1957."
#14 Stephane Deo, Paul Donovan, and Larry Hatheway of Swiss banking giant UBS: "Member states would be economically better off if they had never joined. European monetary union was generally mis-sold to the population of the Europe."
#15 Professor Giacomo Vaciago of Milan's Catholic University: "It's clear that the euro has virtually failed over the last ten years, even if you are not supposed to say that."
#16 EU President Herman Van Rompuy: "We’re in a survival crisis. We all have to work together in order to survive with the euro zone, because if we don’t survive with the euro zone we will not survive with the European Union."
#17 German Chancellor Angela Merkel: "If the euro fails, then Europe fails."
#18 Deutsche Bank CEO Josef Ackerman: "All this reminds one of the autumn of 2008"
#19 International Monetary Fund Managing Director Christine Lagarde: "There has been a clear crisis of confidence that has seriously aggravated the situation. Measures need to be taken to ensure that this vicious circle is broken"
#20 German Chancellor Angela Merkel: "The euro is in danger ... If we don't deal with this danger, then the consequences for us in Europe are incalculable."
Most of the individuals quoted above desperately want to save the euro.  They are not going to go down without a fight.  The overwhelming consensus among the political and financial elite in Europe is that increased European integration in Europe is the answer.
For example, EU President Herman Van Rompuy is very clear about what he believes the final result of this crisis will be....

Freitag, 7. Januar 2011

Westeuropas Ausfallrisiko so hoch wie in Osteuropa

In der heutigen FT findet sich ein Artikel über Credit Default Swap (CDS) Spreads. Ein CDS wird genutzt, um das Ausfallrisiko einer Anleihe abzusichern; dessen Spread ist die jährliche Versicherungsprämie gemessen in Basispunkten (0.01%) des nominellen Wertes der Anleihe.
Die Grafik illustriert wie CDS Spreads Zentral- und Osteuropas, des Mittlerenostens, Afrikas und Westeuropas konvergieren. Die FT argumentiert, dass dies nicht bloss ein Zeichen von Westeuropas Schuldenkrise sondern auch ein Zeichen der Vermögensverschiebung in diese aufstrebenden Länder ist. Investoren schätzen heute Ungarn oder die Ukraine sicherer als Irland oder Portugal ein.

Dienstag, 23. November 2010

Europäische Schuldenkrise

Die Märkte waren heute schwach, teilweis aufgrund der europäischen Schuldenkrise, verursacht durch Irland's Banken. Die heutige Financial Times beinhaltet eine interessante Grafik, welche einen Einblick über das Ausmass der Krise gibt.

Deutschland befindet sich in einem echten Dilemma, weil einerseits deren Banken USD 139 Milliarden den irischen Banken ausgeliehen haben und somit für umfassende Hilfspakete sind, ist andererseits der deutsche Bürger überdrüssig, den europäischen Problemländer zu hilfe zu eilen.

Weiter fand ich einen Morgan Stanley (MS) Report vom 22. November 2010 (Morgan Stanley Strategy Forum) zum Thema:

Global Economics von Joachim Fels frei übersetzt und gekürzt, Originaltext im englischen Blog):
Das gestern beschlossene Hilfspaket ist nicht das Ende der Krise, es eröffnet bloss ein neues Kapitel. MS ist der Meinung, dass die Krise von der Peripherie Europas (PIGS Staaten) nach Kerneuropa wandert.

 Weiter werden folgende Unsicherheiten genannt:
  1. Die Europäische Hilfe erhöht die Solvenz der irischen Banken. Die Rückzahlungsfähigkeit des irländischen ist jedoch nicht gesichert.
  2. Was passiert in 3 Jahren, wenn der Rettungsfonds endet? Sollen Obligationenkäufer ebenfalls ihren Teil beitragen? Dies hätte eine massive Abwertung von Regierungsanleihen zur Folge!
  3. Durch den Rettungsfonds importiert Kerneuropa, welche die Schulden garantiert, die Solvenzkrise aus dem peripheren Europa.

Daniel Loebs Engagement in Disney / Performance in der NZZ

Im Artikel über Daniel Loeb ( https://www.nzz.ch/wirtschaft/daniel-loeb-ein-aktivist-heizt-den-streaming-krieg-an-ld.1698184 ) wird das Enga...