Mittwoch, 10. Dezember 2014

Morgan Stanley Outlook 2015

Morgan Stanley veröffentlichte vor ein paar Tagen ihren Global Strategy Outlook 2015.:
  • Der Zyklus geht weiter: Besseres Wachstum, tiefe Inflation und esxpansive Zentralbanken werden Risikoanlagen unterstützen. Sie sehen kein Problem in den hohen Bewertungen im Gegensatz zu James Montier von GMO.
  • Konsequenterweise argumentieren sie  "Equities: It Ain’t a Bubble Yet".
  • Sie ziehen Aktien von entwickelten Ländern Aktien von Schwellenländern vor. Andere Analytiker sind der Ansicht, dass die tiefer bewerteten Aktien der Schwellenländer Asiens 2015 besser abschneiden könnten als US Aktien.
  • FX: USD noch stärker.
  • Underperformance von langen Staatsanleihen der entwickelten Länder.
Untenstehende Grafik gibt einen netten Überblick:
MS Cross Allocation 

Persönlich bin ich etwas vorsichtiger: Hohe Bewertungen wie in den USA können leicht zu Unfällen führen.






Donnerstag, 3. April 2014

High Frequency Trading: Wenn die Goldman Boys die Bühne verlassen...



In der Financial Times schreibt John Gapper heute (3.4.14), weshalb Goldman seinen Sitz an der New York Stock Exchange verlässt: Der Boom im High Frequency Trading kombiniert mit Dark Pools ist vorbei. Aufgrund der Konkurrenz sind die Gewinne massiv gesunken. Während die führende Firma Tabb Group 2009 noch USD 7.9 Milliarden einnahm, schätzen sie die Einnahmen für 2014 auf USD 1.2 Milliarden.
Zudem steigt das Reputationsrisiko und das rechtliche Risiko: Michael Lewis neues Buch "Flash Boys" erhielt in den vergangenen Tagen überwältigende Publizität. Zudem soll das FBI, die SEC und der New Yorker Staatsanwalt Eric Schneiderman bereits Ermittlungen aufgenommen haben. Es gib starke Indizien, dass auch bei grossen Investoren im grossen Stil Front Running (Ausnutzen vom Wissen über kommende Transaktionen) und Markt Manipulationen vorgefallen sind.

Zeit für die Jungs von Goldman Sachs sich zu verabschieden. Sie haben nicht nur ein einmaliges Gespür für ausserordentliche Gewinnmöglichkeiten, sondern beherrschen auch das Risk Management wie kein anderer.

High Frequency Trading war ein für Wall Street typischer "Boom and Bust"!

Montag, 31. März 2014

Der Gebildete widerspricht den anderen, der wahre Weise sich selbst. (Oscar Wilde)

Die heutige Präsentation von Arthur Budhaghyan, Chief Emerging Market Strategist von BCA Research, war insgesamt sehr negativ auf Schwellenländer. Er widerspricht damit anderen Analytikern aus dem Hause BCA:
  • China leidet an Überinvestitionen (Immobilien und Schwerindustrie), weshalb dessen Profitabilität seit mehreren Jahren sinkt. Zudem wird die chinesische Regierung in der Zukunft im Sinne von Marktreformen Firmen auch vermehrt bankrott gehen lassen. Wahrscheinlich wird die Regierung mittels Geld- und Fiskalpolitik die Wirtschaft stützen, sollte die Wirtschaft in diesem Bereinigungsprozess nicht mehr genügend wachsen. Doch ist das Risiko, dass dieser Stimulus zu spät kommen wird, sehr hoch. Dies könnte Ländern, welche nach China exportieren, schaden (China importiert Rohstoffe, Kapitalgüter und Luxusartikel). Die Exporteure von Kapitalgütern sind vor allem Japan, Korea und Deutschland. 
  • Russland: Der Fall der russischen Aktien hat die geopolitischen Risiken übereskomptiert. Chinas Wachstumsverlangsamung wird sich jedoch negativ auf die Energiepreise auswirken, was dem massiven russischen Energiesektor mittelfristig schaden wird.
  • Brasilien wird in eine Rezession abtauchen, da die Bevölkerung überschuldet ist und die Banken zu viele notleidende Kredite in ihren Büchern halten. 
  • Indien leidet im Gegensatz zu China an einer Unterinvestition, da die Bevölkerung zu wenig spart. Es befindet sich bereits in einer Nullwachstumsphase. Nur die Aussichten des nach den USA exportierenden IT Sektors sieht Arthur positiv. 
Bewertung: Die Bewertungen (P/E, P/B etc.) von Schwellenländeraktien sind nur wegen der schweren Marktkapitalisierung von schlecht geleiteten Staatsunternehmen (chinesische Banken, Gazprom, Petrobras etc.) tief. Diese Unternehmen sind nicht ohne Grund tief bewertet.

Mittwoch, 26. März 2014

BCA: Long chinesische Aktien, Short US Treasuries und Long Europa

BCA Research hat eben seinen Webcast über China, US Fed und Europa beendet.

China
Der Markt sei betreffend China viel zu negativ. Zwar sei die chinesische Regierung bestimmt, kleinere Institute pleite gehen zu lassen, doch würden die gesteckten Wachstumsziele von 7.5% p.a. mit Sicherheit nicht gefährdet werden. Man errinere sich an die Währungreserven von USD 3.8 Billionen oder die hohen Zentralbanksätze, die zusammen mit höheren Investitionen in Infrastruktur (espansive Fiskalpolitik) bei drohender Schwäche der Regierung genügend Instrumente zur konjunkturellen Stützung zur Verfügung stellen.
Chinesische Zentralbank hat viel Raum Ihre Zinsen zu senken

Fed / US Treasuries
Der Markt ist zu selbstgefällig betreffend den 10-jährigen Treasury Zinsen. Zwar geht BCA ebenso wie der Markt davon aus, dass die erste Zinserhöhung des Fed im Juni 2015 erfolgen wird, doch nehmen sie an, dass die Zinsen stärker erhöht werden als der Markt erwartet.
Der Markt erwartet einen nominalen Notenbanksatz von 2.25%, der einen realen Zins von 0.0% beinhaltet, während dieser in der Vergangenheit im Schnitt 1.8% betrug
Es besteht daher grosses negatives Überraschungspotential bei langen USD Obligationen. Es empfiehlt sich daher die Duration kurz zu halten.

Europa
BCA ist der Ansicht, dass die derzeitige Euro-Stärke gut begründet ist:
Der hohe Leistungbilanzüberschuss bestätigt, dass eine starke Nachfrage nach Euros besteht. Weiter zeigt die sich verkleinernde Bilanz der EZB, dass sie im Gegensatz zum US Fed nicht expansiv ist.
BCA ist deshalb generell positv auf europäsiche Anlagen gestimmt.

Daniel Loebs Engagement in Disney / Performance in der NZZ

Im Artikel über Daniel Loeb ( https://www.nzz.ch/wirtschaft/daniel-loeb-ein-aktivist-heizt-den-streaming-krieg-an-ld.1698184 ) wird das Enga...